5 Innovationstrends aus dem Jahr 2018, die 2019 zu Disruptionen in der Unternehmenslandschaft führen werden

2018 war ein Jahr „epischer Partnerschaften“. The Avengers und Guardians of the Galaxy kämpften gemeinsam gegen Thanos. Prinz Harry und Meghan Markle haben endlich den Bund miteinander geschlossen. Sogar Nord- und Südkorea liefen bei den Olympischen Winterspielen unter einem gemeinsamen Banner. Ebenso episch sah es an der unternehmerischen Innovationsfront aus, wo Unternehmen aus mehreren Sektoren gemeinsam disruptive neue Ideen sammelten, neue Technologien nutzten und nach mehr Nachhaltigkeit strebten.

Angesichts des stetig steigenden Wettbewerbs müssen Großkonzerne mehr denn je Daten über Erfolge und Misserfolge von Konkurrenten sichern. In Folge der konservativen Mikroanpassungen an Marktveränderungen und der umfangreichen Forschungsmaßnahmen großer Unternehmen, werden spezialisierte Start-ups zunehmend aufgrund ihrer „prädiktiven“ Qualitäten angefragt.

Sorgfältige und präzise Datenerhebung waren ein wichtiger Trend, doch nun sind auch in technologischer und ökologischer Hinsicht mutige Schritte erforderlich. Unternehmen suchen zunehmend nach neuen Technologien, um das Engagement ihrer Mitarbeiter zu steigern und ihre Marktbasis zu erweitern. Ebenso richten sich Großunternehmen an wichtigen Nachhaltigkeitszielen aus, um sich auf eine umweltbewusste Zukunft vorzubereiten.

Um neue Möglichkeiten für 2019 vorherzusehen, ist es von großer Wichtigkeit ein Gespür für die Verschiebung der tektonischen Platten der Innovationslandschaft zu bekommen. In diesem Sinne stellen wir fünf Haupttrends vor, die 2018 weiterhin die Innovationslandschaft dominieren werden. Los geht‘s!

1. Steigern der Agilität durch Zusammenarbeit von Unternehmen und Startup

Für Großunternehmen wird das enorme vorausschauende Potenzial von Start-ups bei ihrer Vorhersage von Disruption und von Ergebnissen bestimmter Unternehmensprojekte zunehmend interessanter. Die Unternehmen erkennen den hoch spezialisierten Fokus mit dem Start-ups  einzigartigen Herausforderungen gegenübertreten; Herausforderungen, denen auch sie mit hoher Wahrscheinlichkeit begegnen werden. Die aufkommenden SaaS-Plattformen für das Management von Scouting-Portfolios hat großen Organisationen geholfen, Gelegenheiten effektiver zu verwalten und zu bewerten.

Dieser Trend zeigt sich besonders im Finanzsektor. Bereits im Jahr 2017 fürchteten laut dem PWC Global Fintech Bericht 88% der Altbanken, dass das Aufkommen neuer Unternehmen von Finanztechnologien zu  erheblichen Umsatzeinbußen in Bereichen wie Privatkrediten, Geldtransfers und Zahlungen führen sollte. Als Ergebnis verstärkten 82% dieser Organisationen ihre Zusammenarbeit mit aufstrebenden Fintech-Unternehmen. Ebenso erwarben 50% der großen Unternehmen für Finanzleistungen Fintech-Startups und signalisierten so eine geplante Nutzung ihrer vorausschauenden und disruptiven Fähigkeiten.

Dieser Graph aus den CBINSIGHTS FinTech Trends To Watch 2018 deutet eindeutig auf einen steigenden Trend bei Risikokapitalinvestitionen in Fintech-Unternehmen hin.

Innerhalb der FinTech-Branche sowie darüber hinaus, wird der rasante Anstieg von Startup-Unternehmen weltweit zu immer vielfältigeren B2B-Partnerschaften führen. Dieser Anstieg, der hauptsächlich aus dem Wachstum Cloud-basierter Anwendungen wie Amazon Web-Services resultiert, und die entstehenden Partnerschaften, werden bis ins Jahr 2019 wegweisend für disruptive Innovationen sein.

2. Unterwegs Ideen generieren durch mobile Technologien

Die Überlegenheit mobiler Unternehmensinnovationen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Eine Studie von FierceTechExec von 2016 ergab, dass 71% der Mitarbeiter mehr als zwei Stunden pro Woche über ihre mobilen Geräte auf Unternehmensinformationen zugreifen. In einer separaten Studie von CareerBuilder hatten 82% der Arbeitnehmer ihre mobilen Geräte während der Arbeit stets in Sichtweite. Auch wenn die letzte Statistik einen potenziellen Produktivitätsmörder darstellt, spiegelt sich das Interesse von Unternehmen an Mobilgeräten wenn es um Innovationen (insbesondere Innovationen für unterwegs) geht, wider.

Dieses Diagramm von Dynamic Signal zeigt den steten Anstieg der auf mobilen Geräten verbrachten Stunden im Vergleich zu anderen Medien auf.

Durch den steigenden Fokus von mobilen Geräten spielen mobile Apps bei digitalen Transformationsstrategien für Großunternehmen zunehmend eine größere Rolle. Unternehmen erkennen bereits das enorme Potenzial von mobil-fokussierter Software zur Ideengenerierung. Grund dafür ist natürlich die problemlose Nutzung von mobilen Geräten, sowohl im Außendienst als auch im Büro. So können Nutzer auf einfache Weise ihre Gedanken während der Arbeit beisteuern (Workflow-Verbesserungen, Lösungen für logistische Probleme usw).

Eine Studie über die strategischen Auswirkungen mobiler Transformation auf den Unternehmenswert von Constellation Research ergab, dass „mehr als 80% der Unternehmen die Auswirkungen der mobilen Transformation auf interne und externe Interessengruppen erkennen. Als Reaktion darauf wurden spezifische Teams gebildet, um an Lösungen zu arbeiten.“

Nestlé wendet sich als eines der großen Unternehmen dem Trend zu mobile Apps zu fokussieren, um das Engagement der Mitarbeiter zu steigern und Abteilungssilos zu durchbrechen. Im Rahmen ihres umfassenden InGenius Innovation Accelerator-Programms entwickelte das Unternehmen eine Reihe mobiler Apps um die Angebote der Mitarbeiter zu erweitern, die Vernetzung zu fördern und Talente in virtuellen Teams zu finden.

3. Phygitale Fortschritte

Es ist bereirs klar, dass das „Internet der Dinge“ (IoT) in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Die zunehmende Bedeutung der phygalen Komponente dieses Netzwerks ist jedoch eine relativ neue Entwicklung. Erst im vergangenen Jahr haben zahlreiche Kommentatoren und Online-Publikationen zu Recht vorhergesehen, dass 2018 das Jahr der phygalen Erfahrungen sein wird. „Phygital“ bedeutet hierbei ein bestimmtes Marketingziel durch die Kombination digitaler und physischer Erfahrungen zu erreichen. In einer Einzelhandelsumgebung bedeutet dies typischerweise die Integration von lokalen Läden mit einem E-Commerce-Erlebnis (digitale Einkaufsschnittstellen, Kataloge usw).

Die von House of HR veröffentlichten Statistiken deuten darauf hin, dass die Generationen X Y und Z einen phygitalen Rekrutierungsprozess einer traditionellen Interaktion von Angesicht zu Angesicht bevorzugen.

Innovationsführer sollten aus verschiedenen Gründen den Phygitalen-Trend beachten. Durch die Implementierung phygitaler Technologie kann die Ausbildung in mehreren Sektoren der Industrie neu gestaltet werden. Ein deutliches Beispiel hierfür ist der Einsatz von Erweiterter Realität (Augmented Reality). Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern so die Möglichkeit, sicher und effizient mit simulierenden Geräten zu interagieren. Boeing setzt als eines der bedeutenden Unternehmen Erweiterte Realität ein, um seine Montageprozesse zu rationalisieren.

Das Potenzial dieser neuen Technologie für die Ausbildung in Unternehmen wird ebenfalls deutlich. Geschätzt soll die Branche der Erweiterten Realität bis 2020 120 Milliarden wert sein.

Auch in der Luxusgüter-und Modebranche werden phygitale Fortschritte sichtbar. Dadurch soll die Kluft zwischen Kunden, die physische und solchen die Online-Shopping-Erfahrungen bevorzugen, verkleinert werden. Tiffany & Co haben beispielsweise eine Verlobungsring-Finder-App veröffentlicht, mit der Kunden über die Kamera in ihrem Mobilgerät verschiedene Ringe auf ihrer eigenen Hand ausprobieren können.

4. Kundenerwartungen durch digitale Empathie-Landkarten übertreffen

Noch nie war es für Konsumenten so einfach wie im Jahr 2018 Waren zu finden und zu kaufen. Google-Forscherin Natalie Zmuda stellte zu Recht fest, dass „… die Leute neugieriger, anspruchsvoller und ungeduldiger sind. Bereits 2017 gab es Beweise dafür und für Händler wird das Verständnis dieser neuen Verhaltensweisen im Jahr 2018 von großer Bedeutung sein. “

Empathie-Mapping bedeutet durch gemeinsame Arbeit ein Diagramm erstellen welches „aufzeigt“, was Kunden als Reaktion auf eine Marketing-Initiative denken, fühlen, sagen oder tun. Dies war lange Zeit das wichtigste Werkzeug, um ausschlaggebende Verhaltensänderungen vorherzusehen. Auch im Design-Thinking Prozess wird dieses als erster Schritt betrachtet, was Planern ermöglicht spezifische Probleme besser zu definieren und angemessene Lösungen zu finden.

Aufgrund der zunehmenden Vernetzung am Arbeitsplatz wird der Standard-Ansatz der Empathie-Landkarte (d. H. Brainstorming von Designern mit Post-it‘s) durch digitale Methoden ersetzt. Der stetige Anstieg von Online- Kollaborationstools ist ein Anzeichen dafür, dass Innovationsmanager auf effizienterem, überschaubarerem und umfassenderem Wege direktes Feedback von Kunden und / oder Mitarbeitern erhalten wollen. Deutliche Beispiele dafür zeigen Designer in Softwarefirmen und ihre Adaption der Empathie-Landkarten. Mit deren Hilfe versuchen sie Vorlieben und Präferenzen der Benutzer zu verstehen, um so ihren UX-Ansatz entsprechend anzupassen.

Digitale Verlaufslandkarten von Konsumenten (welche Faktoren aus Empathie-Landkarten berücksichtigen) benötigen regelmäßig aktualisierte Daten, um als nützliches Tool zu gelten. Oft können diese Daten durch Crowdsourcing-Projekte gewonnen werden. Diese Grafik zeigt als Beispiel eine Verlaufsstruktur von boagworks.

Modelle von Verlaufslandkarten von Konsumenten sind eine visuelle Darstellung der Interaktionen, die ein Kunde mit einer Organisation hat. Sie werden ebenfalls zunehmend digitalisiert, da sie ein unschätzbares Mittel zur Bewertung der Schwächen in Arbeitsabläufen, Liefersystemen und anderen Interaktionspunkten sind. Damit sich diese digitalen Verlaufskarten für die Information über Innovation als gültig erweisen (einschließlich Daten, die aus dem Stadium der Empathiekartierung gewonnen wurden), werden immer größere Datenmengen benötigt. Aus diesem Grund wenden sich Innovationsführer zunehmend an Crowdsourcing-Kampagnen, um die Daten zu sichern.

5. Mit erneuerbaren Materialien eine Welt post-Kunststoff schaffen

Schätzungsweise gelangen etwa 5,25 Billionen Stück (269.000 Tonnen) Plastik in den offenen Ozean, was weltweit zu enorm schädlichen Auswirkungen auf die Meeresökosysteme führt. Hinsichtlich dieser Tatsache ist es kein Wunder, dass führende Unternehmen sich in ihren Nachhaltigkeitsbemühungen für eine post-Kunststoff Zukunft einsetzen.

Ein ausgeprägter Trend zur Implementierung biomimetischer Ansätze, welche in der Natur nach Lösungen für Designprobleme suchen, steigt stetig an. In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise die Wasserbeständigkeit von Hühnerfedern und die biologische Abbaubarkeit von Milchprotein als brauchbare Quellen für Kunststoffalternativen genannt.

Die Ford Motor Company bietet ein vorbildliches Beispiel für ein großes Unternehmen, das einen innovativen und naturnahen Ansatz für Nachhaltigkeit verfolgt. Das Repreve-Sitzgewebe in Fords Fahrzeugen besteht aus Fasern, die aus recycelten Plastikflaschen gewonnen werden. Mit dieser Initiative konnten knapp über 5 Millionen Plastikflaschen von Deponien umgeleitet werden.

Unerforschte Gewässer betreten

In einer Welt, in der Technologie die Grenze zwischen physischem und digitalem Raum verblassen lässt und kleine aufstrebende Unternehmen Monopole in die Knie zwingen können, ist der Ausdruck „innovate or die“ passender denn ja. Für das Jahr 2019 sollten sich Innovationsführer vor allem ein gemeinsames Thema zu Gemüte führen, und zwar die Wichtigkeit von Flexibilität.

Während die Beibehaltung eines Schlüsselteams von Innovationsprofis für ausgewählte Projekte ein wichtiger Bestandteil ist, wird die externe Suche nach neuen Ideen und Möglichkeiten zunehmend integraler. In einem Research-Snapshot für aufkommende Innovationstrends im Jahr 2018 stellte Startup Europe Partnership fest, dass „… führende europäische Unternehmen spezifisch zugewiesene, offene Innovationseinheiten haben oder planen.“ Online Managementsysteme für Innovation wie Q-Scout und Q-open können sich als unschätzbar erweisen, wenn Möglichkeiten für lukrative Partnerschaften ermittelt und die für die Verbesserung der Arbeitsabläufe erforderlichen Daten gesammelt werden sollen.

Mit dem bevorstehenden Jahr 2019 und einem Sturm noch stärker marktverzerrender Prognosen, ist die Konsolidierung und Diversifizierung unserer Innovationstaktik wichtiger denn je. Glücklicherweise bringt die Anpassung an das sich verändernde Klima durch die Kombination einer übergreifenden Strategie mit einer zuverlässigen Software für das Innovationsmanagement mehr Aufregung als Angst mit sich.

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