Crowdsourcing und Smart Cities: eine gewinnbringende Kombination

Regierungen sollten den sich entwickelnden Trend der Smart Cities voll und ganz akzeptieren. Doch wie bei vielen Regierungsinitiativen scheint der Anfang ein schwierig zu sein. Die Einbettung von Crowdsourcing– und Innovationsmanagement in die Smart Cities-Initiative könnte den entscheidenden Unterschied machen.

Auf den ersten Blick scheint der Begriff “Smarte Regierung” ein Oxymoron zu sein. Hier ist keine weitere Erklärung erforderlich. Doch wenn man einen genaueren Blick auf die tiefgreifenden Veränderungen in Unternehmen und Branchen und die digitale Transformation werfen, kommt die Frage auf: “Sind die Regierungen festgefahren? Kein Wunder, dass nicht viel erreicht wird! “Und im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen von Smartphones, über intelligente Uhren bis hin zu intelligenten Autos, intelligenten Büros, intelligenten Städten usw., sollte auch eine Regierung einen intelligenten oder digitalen Kurs einschlagen. Und zwar sollte sie nicht nur eine effizientere Zusammenarbeit zwischen ihren Mitarbeitern ermöglichen, sondern auch den Kontakt zu den Menschen verbessern und wertgenerierender Dienste integrieren.


Wird Ihre Stadt intelligenter?

Dank des Internets und der Verbreitung mobiler Geräte haben sich die Menschen in den letzten Jahren an sofortige Antwort von ihrem Kundendienst gewöhnt. Dementsprechend sollten lokale Verwaltungen und Regierungen diesem Beispiel folgen. Städte wie Berlin, Amsterdam, New York und Barcelona integrieren technologische und digitale Tools, um Dienstleistungen und die städtische Infrastruktur zu optimieren. In Amsterdam sind beispielsweise über 500,000 Häuser mit intelligenten Zählern verbunden. Diese digitalen Gas- und Stromzähler senden Verbrauchsdaten automatisch an den Energieversorger. Auf diese Weise können Benutzer ihren genauen Verbrauch sehen und gleichzeitig erkennen, wie sie Energie sparen können. In Barcelona sind die Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel mit Chips ausgestattet, die Daten über die Fahrzeiten und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel weitergeben, um das System effizienter zu machen und Pendler über die Reisezeiten auf dem Laufenden zu halten. Kopenhagens nutzt als Smart City die Technologien und digitalen Werkzeuge um die Stadt grüner und gesünder zu machen und mehr Unternehmen anzuziehen. Auch wenn das ein vielversprechender Start für den Smart-City-Trend ist, sind diese Städte nur Ausreißer und kein Indikator für die meisten anderen.

 

Regierungen sollten sich von Städten die auf der ganzen Welt verteilt sind und fortschrittliche Technologien und digitale Werkzeuge integrieren, um die Infrastruktur und Lebensqualität ihrer Bürger systematisch verbessern eine Scheibe abschneiden. Sie sollten ihre Zweigstellen zugänglicher machen und gleichzeitig ihre Staatsangelegenheiten effektiver handhaben. Ein klares Beispiel dafür wären Städte und Staaten, die von Naturkatastrophen bedroht sind. Hier können Technologien diese Orte im Voraus vorbereiten und somit mögliche Schäden so weit wie möglich reduzieren. 


Intelligente Städte nutzen die digitale Transformation

Die digitale Transformation ermöglicht eine sofortige, direkte und praktische Kommunikation mit den Kunden. Unternehmen, die den digitalen Transformationsprozess durchlaufen haben, nutzten diese Fähigkeit um mit den Kundenanforderungen schrittzuhalten und so sofortiges Feedback und Support für Kundenanforderungen bereitzustellen.

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten technischen Innovationen und digitalen Disruptionen im privaten Sektor stattfinden. Es ist auch kein Geheimnis, dass digital ausgereifte Organisationen bei Kunden tendenziell viel höher eingestuft werden als jene, die erst in der Mitte oder am Anfang des Prozesses sind. Geschweige denn jenen, die sich gar nicht digital transformieren. Um “smart” zu werden, müssen Regierungen Talente, Ideen und Innovationen aus dieser Welt “importieren” und sie an die düster aussehende Welt der Angestellten und den scheinbar endlosen Zyklus der Bürokratie anpassen. Da der digitale und technologische Wandel tiefer geht als eine einfache Website oder einem Social-Media- “Paint-Job”, müssen externe Innovatoren aus dem privaten Sektor von Anfang an miteinbezogen werden.

 

Damit ein Smart-City-Programm erfolgreich sein kann, sollte die Initiative der Regierung Folgendes beinhalten:

Strategie
So wie bei allen anderen guten Dingen, muss auch hier eine gute Strategie vorausgehen. Diese Strategie dient der Umsetzung der digitalen Transformation und ihrer Kernattribute – Kultur, Leadership, Mitarbeiter, begleitet von einer Möglichkeit, die Ziele der Abteilung / der Körperschaft zu verfolgen und zu messen.

Internes Engagement
Um eine nachhaltige Zusammenarbeit innerhalb der Regierung zu erhalten, sollte die Integration so vieler verschiedener Akteure und interner Interessengruppen wie möglich Teil der Einführung sein.

Externes Engagement
Nachdem die interne Komponente des Programms eingeführt wurde und reibungslos abläuft, sollten externe Stakeholder gemeinsam mit allen Wirtschaftssektoren des Unternehmens als zweite Stufe des Rollouts miteinbezogen werden. Man kann und sollte sich als Beispiel nur die Dürre in Südafrika ansehen. Technologische Lösungen aus externen Quellen hätten die Wasserkatastrophe erleichtern, oder sogar verhindern können. Doch der Widerstand mit externen Gruppen zusammen zu arbeiten, gepaart mit kurzsichtigen Wassermanagementstrategien haben zur Not in Südafrika beigetragen.

Beteiligung aus dem Privatsektor
Es ist erwiesen, dass Unternehmen mit verbraucherzentrierten digitalen Lösungen die digitale Transformation weitaus erfolgreicher gemeistert haben als Unternehmen, die dies nicht getan haben. Obwohl die Kombination von “Regierung” mit “Qualitativem, kundenorientierten Service” zu Beginn schwierig schien, erleichtern Technologie und die digitale Transformation die Vernetzung zu den Menschen. Nun stellt sich die Frage, wie Regierungen digitale Lösungen umsetzen können, um ihre Bürger bestmöglich zu versorgen?


Gib einem Mann einen Fisch

Eine Zusammenarbeit mit dem Privatsektor in Ihrer Smart-City-Initiative kann der lokalen oder kommunalen Regierung mehr bieten als nur digitale Transformationsfähigkeiten zu verleihen. Anstelle der klassischen Methode “Geben Sie einem Mann einen Fisch” können Städte ihren Menschen beibringen zu “fischen”. Private Unternehmen können Innovationszentren und -akzeleratoren einführen, mit dem Hauptziel Mitglieder und Führungskräfte einzubinden, die kreative Ideen und Lösungen vorschlagen sollen. Ein Beispiel für diese Art von Hub ist das Copenhagen Solutions Lab, Kopenhagens Inkubator für Smart-City-Initiativen.

Das Capital 1 Lab, ein Beispiel für ein privates Innovations-Hub, dass eine Smart City Innovation fördern kann.

In der nächsten Phase des Programms werden dieselben Unternehmen den Prozess fortsetzen, indem sie die besten Ideen / Start-ups übernehmen, durch Akzeleratoren finanzieren und sie mit den verfügbaren finanziellen Mitteln fördern. In der letzten Phase werden diese neuen Initiativen in das Unternehmen übernommen.

Auf diese Weise kann eine positive Rückkopplungsschleife der Produktivität geschaffen werden. Hierbei werden reale Bedürfnisse angesprochen, den Bürgern Lösungen vorschlagen und professionelle Unterstützung durch den privaten Sektor erhalten, die sich wiederum dazu verpflichten die Unternehmer am Ende des Prozesses zu beschäftigen.

 


Digital Israel

Ein Beispiel für ein Smart-Cities-Programm, das die digitale Transformation der Bürgerbeteiligung nutzt, ist das Digital Israel der israelischen Regierung. Diese hat mit Smart Cities eine offene Innovationsplattform, welche die größten israelischen Gemeinden anspricht, ins Leben gerufen.

 

In diesem von Qmarkets betriebenen System der Initiative “Smart Cities” von Digital Israel werden nicht nur Ideen vorgeschlagen, sondern auch der Innovationsprozess nach Abschluss der Ideenvorschlagsphase fortgeführt. Die Ideen werden durch einen umfassenden Best Practice-basierten Ideen-Workflow erweitert, der Folgendes beinhaltet:


Bewertungen und Rücksprache mit externen Experten: Die Qmarkets-Plattform für das Innovationsmanagement ermöglicht externe Experten miteinzubeziehen, die Ideen bewerten. Schlüsselelement des Innovationsworkflows ist das Reviewkomitee von Qmarkets, in dem festgelegte Mitarbeiter Ideen überprüfen können.


Timeline layout: 
Die Qmarkets-Plattform bietet integrierte Kampagnen- und Ideen-Workflows die den gesamten Prozess von der Ideenfindung bis hin zum Implementierungsprozess berücksichtigen. Sie können auch einen befristeten Zeitrahmen für die Ideengenerationen erstellen und verschiedenen Teilnehmern verschiedene Abschnitte des Projekts zuweisen.

Finanzplanung: Als Teil der Plattform und der Integration von Stakeholdern kann (und es wird auch erwartet) das Finanzteam bei der finanziellen Planung und Ausführung der Idee helfen.

 

Abteilungsübergreifendes Engagement: Arbeiten Sie mithilfe der Qmarkets-Plattform mit anderen Abteilungen Ihres Unternehmens wie Marketing, Recht, Forschung und Entwicklung zusammen und tauschen Sie Feedback aus, um das relevanteste und einschlägigste zu Ihren Ideen zu erhalten.

 


Besuchen Sie www.smartcitiesdi.org.il, um das Programm “Smart Cities” von Digital Israel in Aktion zu sehen und Ideen einzureichen.

 


Um mehr darüber zu erfahren, wie Qmarkets mit Ihrer Smart City Initiative helfen kann:

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